Kindertageseinrichtung "Lebendiges Haus"

3.13 Gesundheit und Ernährung

Der Begriff Gesundheit schließt die gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung, die seelische Gesundheit, Hygiene und die Zahnpflege mit ein. Im Folgenden gehen wir näher auf die Thematik der Bewegung und gesunden Ernährung ein.

Bewegung

Die Bewegung ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten menschlichen Lebens. Entscheidend sind dabei die Selbstständigkeit und die Eigenaktivität der Kinder im Alter von 0-6 Jahren. Anhand von Bewegungsmöglichkeiten können die Kinder ihren Körper und die Umwelt und Welt, in der sie leben, kennenlernen, entdecken und erfahren.

Sie sammeln zahlreiche Erfahrungen und erhalten somit die Möglichkeit, ihr Selbstvertrauen aufzubauen. Darüber hinaus wird ein stabiles Selbstwertgefühl gefördert und unterstützt.

Aufgrund der Lebensbedingungen der Kinder, die durch Medienkonsum, moderner Technik und erhöhter Globalisierung geprägt sind, ist es umso entscheidender, vielfältige Bewegungsräume und Anreize zu schaffen. Dies ist ein bedeutender Grundstein, um eine ganzheitliche, positive Entwicklung zu bewirken.

Gesunde Ernährung:

Die Familie übt den größten Einfluss auf das Ernährungsverhalten eines Kindes aus. Somit liegt die Hauptverantwortung bei den Eltern, die Kinder zu einer eigenverantwortlichen, gesundheitsorientierten Ernährung anzuleiten. Schon in diesem frühen Alter eines Menschen kann Ernährungsfehlverhalten gefördert werden. Durch gezielte Ernährungsmaßnahmen kann das Ess- und Trinkverhalten der Kinder entscheidend beeinflusst werden. Dazu zählen beispielsweise regelmäßige Mahlzeiten, der tägliche Verzehr von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und vieles mehr. Kinder sind interessiert und lernbereit. Diese Chance kann man für die Ernährungserziehung nutzen.

 

In unserer Kindertagesstätte lernen die Kinder innerhalb der Gruppe, sich an Regeln während der Essenssituation zu halten. Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur die Erzieherin, sondern auch die älteren Kinder ihre Vorbildfunktionen wahrnehmen, besonders, wenn ein neues Kind aufgenommen wird.

 

So haben die Kinder über die Kindertagesstätte die Möglichkeit, die Eigenschaften von Lebensmitteln, den Umgang mit ihnen, sowie neue Esskulturen zu entdecken.

 

Ernährungssituation in unserer Einrichtung:

Unsere Einrichtung besteht aus fünf Gruppen. Vier Gruppen führen ein freies Frühstück. Bei den kleinsten Kindern in der Einrichtung wird gemeinsam gefrühstückt. Beim freien Frühstück bestimmen die Kinder, wann und mit wem sie die von Zuhause mitgebrachten Lebensmittel verzehren. Einmal im Monat gibt es ein gemeinsames Frühstück, welches nach dem Wunsch der Kinder organisiert, zubereitet und verzehrt wird. Das Mittagessen ist abwechslungsreich und wird vom eigenen Catering in unsere Einrichtung geliefert. Dazu trinken die Kinder Wasser oder ungesüßte Getränke.

 

Auf Grund unserer Erfahrungswerte bringen die Kindern häufig ungesunde Lebensmittel in die Kita mit. Dies war der Anlass, das Thema gesunde Ernährung aufzugreifen und zu thematisieren.  

 

Zielsetzung

Ernährungserziehung im Kindergarten gehört mit zur Gesundheitsförderung. Eine ausgewogene  Ernährung  und Trinken beeinflussen unser Wohlbefinden und stärken unser Immunsystem. Sie ist zentraler Baustein für ein erfolgreiches Lernen:

 

Durch die Zubereitung unterschiedlicher Speisen und durch verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise Rollenspiele, Memory, Lieder, Gruppenspiele, Bücher etc. wird den Kindern die gesunde Ernährung spielerisch vermittelt. Zum Beispiel:

  • Vorlesen der Bücher zum Thema Ernährung.
  • "Kräuterwiese" im Blumentopf einpflanzen.
  • Im Stuhlkreis Obst und Gemüse kennenlernen.
  • Lebensmittel malen, aus Knete, aus Gips und Papier herstellen.

 

Dies sind kleine Anregungen, um gesunde Ernährung in unserer Kindertageseinrichtung umzusetzen.

 

Impfungen:

Es gibt schwerwiegende Infektionskrankheiten, die bleibende Schäden hinterlassen oder sogar zum Tod führen können. Impfungen schützen uns vor ihnen. Je mehr Menschen über einen wirksamen Impfschutz verfügen, umso weniger Möglichkeiten hat der Krankheitserreger, sich auszubreiten. Für den Erreger ist der erkrankte Mensch ein Wirt, der ihm eine optimale Vermehrung sichert. Wer geimpft ist, schützt sich und andere vor dieser Erkrankung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Säuglinge, Kinder und Jugendliche nach folgendem Plan zu impfen:

 

Grundimpfungen:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Hepatitis B
  • Masern, Mumps, Röteln und Windpocken
  • Keuchhusten
  • Haemophilus Influenzae b
  • Pneumokokken
  • Meningokokken

 

Neben den schweren Infektionskrankheiten begegnen uns im Alltag Krankheiten wie beispielsweise:

 

  • Fieber/Fiebervirus
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Bindehautentzündung
  • Angina
  • Ohr -und Halsinfektionen

 

Jedes Elternteil trägt die Verantwortung für die Gesundheit seines Kindes. Auf dieser Grundlage halten wir die Eltern dazu an, uns über die Krankheiten des Kindes zu informieren. Es ist wichtig dem  Kind genug Zeit zu geben sich von der Krankheit zu erholen und gestärkt in die Einrichtung zurückzukehren. Wir sind auf den Informationsaustausch ihrerseits angewiesen, damit wir die Möglichkeit haben gleiche Symptome bei anderen Kindern zu beobachten.

 

Viele  Kinderärzte  empfehlen den Eltern, ihre Kinder frühzeitig impfen zu lassen, aber dennoch gibt es in Deutschland keine Impfpflicht. Letztlich müssen die Eltern individuell für sich entscheiden, welche Impfung für ihr Kind in Frage kommt. Darüber hinaus wird in der Gruppe Ihres Kindes eine Kopie des Impfausweises hinterlegt, um über den aktuellen Impfzustand der Kinder informiert zu sein.

 

Zahnpflege:

Vorbeugung von Zahnerkrankungen

Die Mundhygiene spielt die wichtigste Rolle bei der Gesunderhaltung der Zähne. Auf Grund von Ansteckungsgefahr und hygienischen Gründen, verzichten wir in unserer Einrichtung auf das Zähneputzen. Einmal im Jahr wird die Kita sowohl vom Zahnarzt als auch vom zahnärztlichen Gesundheitsdienst aufgesucht, die den Zustand der Zähne kontrollieren und spielerisch den richtigen Umgang mit gesunden Lebensmitteln vermitteln.

 

Hygiene:

In unserer Einrichtung desinfizieren wir regelmäßig das Mobiliar und das Spielmaterial, damit die Kinder sich in einer sauberen und hygienischen Umgebung bewegen können.

 

Die Handhygiene ist deswegen so wichtig, weil sie die Übertragung der Krankheiten vorbeugt. Eine Flächendesinfektion ist routinemäßig am Wickeltisch erforderlich bzw. gegeben, sowie bedarfsweise als gezielte Desinfektion bei Verunreinigungen mit infektiösem Material (z.B. Erbrochenes). Im Rahmen der Aufnahme werden die Eltern auf das IFSG §34 aufgeklärt und um Ihre Mitwirkung gebeten.

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