Kindertageseinrichtung "Lebendiges Haus"

4. Partizipation Elternpartnerschaft

Erziehungspartnerschaft ist vielmehr ein gemeinsamer Prozess: Eltern und Erzieher tauschen sich über Ziele und Methoden der Erziehung von Kindern, die dabei auftauchenden Probleme und Lösungsvorschläge aus. Daher nimmt der Austausch mit den Erziehungsberechtigten für uns einen hohen Stellenwert ein und beinhaltet eine Verbindlichkeit beiderseits. Eltern sind die Profis ihrer Kinder, auf dieses Wissen sind wir zu Beginn der Kindergartenzeit angewiesen.

 

Als Grundlage für diese Elternpartnerschaft ist gegenseitiges Vertrauen und offenes Miteinander zum Wohle des Kindes sehr wichtig.

 

Die Erziehungsberechtigten sollen das Gefühl haben, dass sie ihre Anliegen, Ideen und Probleme jeder Zeit einbringen dürfen. Darüber hinaus bieten wir auch Eltern aus unserem Einzugsbereich die Möglichkeit, die Angebote und Hilfen des Familienzentrums in Anspruch zu nehmen,

 

Die Elternpartnerschaft geschieht in verschiedenen Formen:

 

1.1Elternbeirat/Rat der Einrichtung  

Der Elternrat ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Gremium und soll den Eltern, dem Träger und der Einrichtung eine Plattform für einen regen Austausch bieten. Er vertritt die Elterninteressen, gleichzeitig hat er eine beratende und organisatorische Funktion und bietet Hilfe und Unterstützung bei Festen und anderen Unternehmungen an.

(1) In jeder Kindertageseinrichtung werden zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Trägern die Elternversammlung, der Elternbeirat und der Rat der Kindertageseinrichtung gebildet. Das Verfahren über die Zusammensetzung der Gremien in der Tageseinrichtung und die Geschäftsordnung werden vom Träger im Einvernehmen mit den Eltern festgelegt, soweit in diesem Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist. Bei Wahlen und Abstim mungen haben Eltern eine Stimme je Kind. Die Mitwirkungsgremien sollen die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, dem Träger und dem pädagogischen Personal sowie das Interesse der Eltern für die Arbeit der Einrichtung fördern.

(2) Die Eltern deren Kinder die Einrichtung besuchen bilden die Elternversammlung. Diese wird mindestens einmal im Kindergartenjahr von dem Träger der Kindertageseinrichtung bis spätestens 10. Oktober einberufen. Eine Einberufung hat außerdem zu erfolgen, wenn mindestens ein Drittel der Eltern dies verlangt. In der Elternversammlung informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie die angebotenen Öffnungs- und Betreuungszeiten. Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates. Die Elternversammlung soll auch für Angebote zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern genutzt werden. Eine Einladung mit Termin und Themen wird zeitnah ausgegeben.

(3) Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Elternschaft gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung. Dabei hat er auch die besonderen Interessen von Kindern mit Behinderungen in der Einrichtung und deren Eltern angemessen zu berücksichtigen. Das Mandat des Elternbeirates gilt über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus und endet mit der Wahl eines neuen Elternbeirates, wenn in den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen nach Absatz 1 Satz 2 keine andere Regelung getroffen wurde.

(4) Der Elternbeirat ist vom Träger und der Leitung der Einrichtung rechtzeitig und umfassend über wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Einrichtung zu informieren und insbesondere vor Entscheidungen über die pädagogische Konzeption der Einrichtung, über die personelle Besetzung, die räumliche und sachliche Ausstattung, die Hausordnung, die Öffnungszeiten, einen Trägerwechsel sowie die Aufnahmekriterien anzuhören. Gestaltungshinweise hat der Träger angemessen zu berücksichtigen.

(5) Entscheidungen, die die Eltern in finanzieller Hinsicht berühren, bedürfen grundsätzlich der Zustimmung durch den Elternbeirat. Hierzu zählen vor allem die Planung und Gestaltung von Veranstaltungen für Kinder und Eltern sowie die Verpflegung in der Einrichtung, soweit es sich dabei zum Beispiel nicht nur um geringfügige Preissteigerungen im Rahmen allgemeinüblicher Teuerungsraten handelt.

(6) Der Rat der Kindertageseinrichtung besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Trägers, des Personals und des Elternbeirates. Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit, die räumliche, sachliche und personelle Ausstattung sowie die Vereinbarung von Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung. Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich.

(Quelle: §9a nach Kibiz)

Einmal jährlich bieten wir für die Eltern Elternsprechtage an. An diesen Tagen haben die Eltern die Möglichkeit, über die Entwicklung ihres Kindes zu sprechen; von den Gruppenerzieherinnen über den Entwicklungstand informiert und sich über mögliche, bereits besprochene Förderungsmaßnahmen und dessen Unterstützung auszutauschen. Hinzu kommt die Möglichkeit, neben den Tür- und Angelgesprächen, in aller Ruhe über Ideen und Fragen zu diskutieren. Ebenso können besondere Themen geklärt, sowie Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten vermittelt werden.

 

1.1Tür- und Angelgespräche

Wichtige und informative Gespräche sind auch die „Tür – und Angelgespräche“, die sich in der Bring- und Abholphase der Kinder spontan ergeben. Dies bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit wichtige Informationen zu erhalten, um auf das Kind mit dem nötigen Feingefühl und Empathie zu reagieren.

1.2Elternabende/-nachmittage

In der Einrichtung werden regelmäßig Elternabende- und Nachmittage veranstaltet. Den Erziehungsberechtigten wird hier ein Überblick über die pädagogische Arbeit und aktuelle Themen gegeben. Themen oder Aktionen wie Spiele- und- Singkreise, jahreszeitliches Basteln u.a. gehört ebenfalls dazu.

 

Damit eine gute Erziehungspartnerschaft zwischen Erziehungsberechtigten und Mitarbeitern gelingen kann, freuen wir uns über eine rege Teilnahme an den Elternveranstaltungen und über Ideen und Anregungen, die von der Elternschaft initiiert werden.

 

1.3Hospitation

Die Eltern haben die Möglichkeit, nach Absprache mit der Erzieherin, sich einen Einblick über den Alltag in der Kita zu verschaffen. Für die Eltern ist es oft interessant das Verhalten ihres Kindes in der Gruppe und dessen Umgang mit anderen Kindern und den Erzieherinnen, zu beobachten und zu erfahren. Unsere Tür steht für unsere Eltern immer offen.

 

1.4Elternbefragungen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Bei Elternbefragungen werden die Bedürfnisse der Familie nach Öffnungs- bzw. Betreuungszeiten sowie ihre Meinungen und Wünsche zu bestimmten Themen erfragt. So hat unsere Kindertageseinrichtung die Möglichkeit viele Wünsche bei der Planung und Organisation zu berücksichtigen. Besonders für die Thematik „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ist die Befragung eine wichtige Säule. So können wir den Eltern auf diesem Weg eine große Unterstützung bieten.

1.5Elternbildung und Beratung

Im Elterntreff haben alle Eltern die Gele genheit,  von 07:00 - 09:00 Uhr bei einer Tasse Kaffee, sich kennenzulernen und sich über die aktuellen Themen auszutauschen.  

  • In entspannter Atmosphäre haben die Erziehungsberechtigten die Chance, Tipps und Anregungen zur Unterstützung in Erziehungsfragen voneinander zu erfahren und sich über ihre Erfahrungswerte auszutauschen.

Durch stetige Kontaktmöglichkeiten können Unsicherheiten, Barrieren und Fragen abgebaut und neue Kontakte geknüpft werden.

 

  • Elterninformationen

Der Schaukasten im Eingangsbereich bietet die Möglichkeit  die Informationen und Angebote des Familienzentrums einzusehen.

Adressen zu externen Förder- sowie Hilfsorganisationen liegen am Elterninfostand aus, und können eingesehen und mitgenommen werden.

.           Gruppeninterne Informationen können die Eltern und Erziehungsberechtigen an den jeweiligen Pinnwänden an Gruppentüren erfahren.

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